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Viszerale Osteopathie MTFO Osteopathieausbildung cura Funktionelle Osteopathie


Kursnummer 18MH50202
Beginn Sa., 01.12.2018, 13:30 - 18:30 Uhr
Kursgebühr 398,00 €
Dauer 4 Termine
Kursleitung Sascha Scheika
Bemerkungen Decke oder große Handtücher
Falls vorhanden:
Medikissen, Yogakissen oder kleines Sitzkissen
Gymnastik--oder Yogamatte
Kursort
Viszerale Osteopathie

Wer es stark vereinfacht formuliert sehen möchte: Viszerale Osteopathie eröffnet den Weg zu einer ganz anderen Seite des Patienten - der Vorderseite.

Wir nennen es viszero-somatische Interaktion oder umgekehrt somato-viszerale Reflexe, wenn wir gezielt mit der Wechselwirkung zwischen dem kollagenen Bindegewebe des Bewegungsapparats und dem des Organsystems arbeiten. Bei cura lernen Sie erprobte viszeralosteopathische Techniken und die wesentliche funktionelle Anatomie, um über die Behandlung der Organe gerade die sonst therapieresistenten Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparats Ihrer Patienten zu behandeln. Bei uns bedeutet Ganzheitlichkeit nicht nur die Einheit von Körper, Seele und Geist zu erfassen, sondern unsere Patienten ganzheitlich zu behandeln, also z.B. auf struktureller Ebene das Bindegewebe des Bewegungsapparats, des Nervensystems und der Organe in ihrer inneren Verbindung zu behandeln. Die verschiedenen Zweige: Craniosakral, Parietal und Viszeral ergänzen sich hervorragend in der praktischen Anwendung.

Eine Behandlung der inneren Organe sollte immer einfühlsam und rezeptiv sein. Man kann sie nicht von außen her manuell - machen - oder simpel - Organe manipulieren -. Nur die Lymphtherapie und die Viszerale Osteopathie können über ihre gemeinsame Sanftheit so unaufdringlich wirken, dass sie vom Patienten in die Tiefen des Abdomens, des Becken und des Thorax überhaupt eingelassen werden. Ein früherer Lehrer sagte mir: - Du kannst nicht zu tief gehen - nur zu schnell zu tief.

Die Viszerale Osteopathie fördert die physiologische Funktion der Organe und die Gesundung des Bewegungsapparats. Ein anschauliches Beispiel: wer als BehandlerIn einer schmerzhaften Periarthritis humeroscapularis therapeutisch nicht weiterkommt, sollte sich dringend um eine effiziente viszerale Behandlung der Leber und des Diaphragmas kümmern. Wer an einem therapieresistenten Bandscheibenvorfall eines Patienten fast verzweifelt, hat möglicherweise die »Rechnung« ohne den Dickdarm gemacht. Ebenso interessant ist der Magen mit seinen Bezügen zur Wirbelsäule, z.B. zu den Beschwerden durch Steilstellung der Brustwirbel- oder Rotationsblockaden der Halswirbelsäule. Recht häufig finden wir bei PatientInnen im Beckenbereich Schmerzursachen durch Uterus und Ovar - oder auch durch die Adhäsionen nach Entzündungen bzw. Entfernung dieser Organe - die sich am ISG oder dem lumbosakralen Übergang abspielen - aber eben nicht von ihrer oberflächlichen Erscheinungsebene her zufriedenstellend behandelt werden können.

Über ihre Faszien, Ligamente, ihr Mesenchym und die Mesenterien sind die inneren Organe genauso unmittelbar mit der Gesamtheit des bindegewebigen Bewegungsapparats vernetzt, wie ein Iliosakralgelenk oder ein Fuß. Die Eigenbewegung von Magen, Dickdarm, Galle oder des Herzens in seinem Perikard ist lebendiger Ausdruck der gesunden wie auch der kranken Funktionalität dieser Organe und des Funktionierens des Bewegungsapparats. Über sanfte osteopathische Kontaktnahme kann zu ihrer Entspannung oder Tonisierung beigetragen werden und damit einer der zentralen Schlüssel zur ganzheitlichen Heilung bewegt werden. Jeder Patient wird auch von innen her bewegt und von diesem viszeralen Bewegungsraum her nach außen ausgerichtet.

Struktur der Kursserie

Die cura-Kursserie in Viszeraler Osteopathie umfasst drei Themenschwerpunkte und Kursthemen:

- Abdominale Viszerale Osteopathie - VAB
- Thorakale Viszerale Osteopathie - VTH
- Pelvikale Viszerale Osteopathie – VPV

In jedem dieser drei Kurse wird die Viszerale Osteopathie in ihrer vernetzten Gesamtheit behandelt:
es werden also in allen Kursen abdominale, thorakale und auch pelvikale Techniken gelehrt.

Inhalte aller drei Kurse sind somit:

- Funktionelle Viszerale Anatomie, Physiologie, Organmotilität und -mobilität
- Entsprechungen innerer Organe mit äußeren Segmente des Bewegungsapparats
- Konzept und Behandlungstechniken der viszerosomatischen Dysfunktion
- Viszerale Indirekte Techniken, Regulation des Vegetativums
- Vom Umgang mit Narben, Verklebungen (Adhäsionen) und Störfeldern

In jedem Kurs wird ein Viszeraler Bereich anatomisch und therapeutisch thematisiert:

VAB - Viszeral Abdominale Osteopathie

- Osteopathische Techniken für die Oberbauchorgane und den Darmbauch: Theoretische und praktische Einführung in die Viszerale Osteopathie an Magen, Leber, Galle, Duodenum, Dünn- und Dickdarm
- Differentialdiagnostik orthopädischer oder viszeraler Genese von Schmerzsyndromen des Bewegungsapparats
- Entzündliche Gelenkprozesse, HWS-Syndrom, Schmerzhafte Schultersteife (Frozen Shoulder ein-/beidseitig), Schmerzzustände am Cerviko-Thorakalen Übergang
- Vegetative Reizverwaltung im Bauchhirn: Das Labyrinth der Empfindungen und Gefühle

VTH - Viszeral Thorakale Osteopathie

- Fokus: Funktionsstörungen im Brustkorb, Obere und untere Thoraxöffnung
- Einschränkung der thorakalen Atmung, Rippenkopfdysfunktionen, Grenzstrangreizung (Vegetativum)
- Diaphragma und BWS / Diaphragma und Schultern
- Manuelle kardiovaskuläre Behandlung: Hypertonie, Koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen, feinste energetische Techniken am Herzen und Pericard
- Osteopathische Wechselwirkungen von Zervikalregion und Atmung (Emphysem, Chron. Bronchitis, Z. n. Pneumonie und Pleuritis)

VPV - Viszeral Pelvikale Osteopathie

Viszerale Osteopathie in der funktionellen Gynäkologie: Dysmenorrhoe, PMS, Klimakterische Beschwerden, Senkungsbeschwerden
Umgang mit Sectionarben und Adhäsionen infolge gynäkologischer Erkrankungen (Salbingitis, Ovarielle Zysten etc.)

- ISG-Beschwerden, Lumbalgien, LWS-Syndrom viszeral pelvikal behandeln
- Retroperitoneum, Niere und Behandlung der bindegewebigen Strukturen des Kleinen Beckens
- Becken und Blase: Spannungsverwaltung und Belastbarkeit, das Verhältnis zwischen Beckenorganen und LWS/Sakrum
- Behandlung des Steißbeins

Die Absolvierung der kompletten cura-Fortbildungsserie in Viszeraler Osteopathie wird den Teilnehmern abschließend als Fortbildung in VISZERALER OSTEOPATHIE bescheinigt und zusätzlich als einer der drei Anteile (cranial/viszeral/parietal) der Gesamtweiterbildung FUNKTIONELLE OSTEOPATHIE bzw. im Zusammenhang mit der Lizenzerteilung F.O. ® und Osteopath F.O. ® angerechnet.





Datum
01.12.2018
Uhrzeit
13:30 - 18:30 Uhr
Ort
Belchenstr. 1 - 5 (Standort Ergotherapie), Akademie f. a. Bewegungswissenschaften Mannheim
Datum
02.12.2018
Uhrzeit
09:00 - 18:30 Uhr
Ort
Belchenstr. 1 - 5 (Standort Ergotherapie), Akademie f. a. Bewegungswissenschaften Mannheim
Datum
06.12.2018
Uhrzeit
09:00 - 18:30 Uhr
Ort
Belchenstr. 1 - 5 (Standort Ergotherapie), Akademie f. a. Bewegungswissenschaften Mannheim
Datum
07.12.2018
Uhrzeit
09:00 - 13:30 Uhr
Ort
Belchenstr. 1 - 5 (Standort Ergotherapie), Akademie f. a. Bewegungswissenschaften Mannheim


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