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Parietale Osteopathie / Faszientechniken MTFO Osteopathieausbildung cura Funktionelle Osteopathie


Kursnummer 18KL50301
Beginn Do., 14.06.2018, 13:30 - 18:30 Uhr
Kursgebühr 398,00 €
Dauer 4 Termine
Kursleitung Matthias Stiens
Bemerkungen Decke oder große Handtücher
Falls vorhanden:
Medikissen, Yogakissen oder kleines Sitzkissen
Gymnastik--oder Yogamatte
Kursort
Parietale Osteopathie

Die Behandlung der Faszien betrifft den gesamten Bereich des bindegewebigen Bewegungsapparats. Es ist sozusagen die Funktionelle Manuelle Medizin und somit unter Anderem auch eine ideale Fortbildung für ausgebildete Manualtherapeuten. Motto: Nach der Pflicht die Kür... Viele andere Kursreihen zitieren mittlerweile modischerweise die Faszien und die Behandlung ihrer Dysfunktionen. Früher waren die Faszien eher uninteressant - eine Art »Biomüll« im Vergleich zu Muskeln und Gelenken. Aber mittlerweile ist ihre zentrale Bedeutung in der Spannungverwaltung mit ihren möglichen pathogenetischen Konsequenzen jedem Praktiker und Therapeuten »irgendwie« bekannt. Dieses »irgendwie« durch eine anschauliche Funktionelle Anatomie, fasziale Physiologie, das Kennenlernen der dysfunktionellen Spannungszusammenhänge sowie die Unterrichtung in den elegantesten klassischen und modernen osteopathischen Faszientechniken zu ersetzen, ist bei cura der seit über zehn Jahren erprobte Fokus unserer Lehrtätigkeit.

Im ununterbrochenen Verbund und überall im Körper gestalten Faszien die flexible Struktur der Haltung und der Bewegungsabläufe. Dieser mobile und anpassungsfähige Rahmen ermöglicht optimale und geschmeidige Kraftumsetzung, sinnvolle Bewegungseinschränkung und wohlproportionierte Arbeitsteilung.

Fasziale Läsionen durch unausgewogene Dauerbelastungen oder nachhaltige Traumata wirken wie Verklebungen, Verknotungen und Verzerrungen auf das ursprünglich fein strukturierte, filigran verwobene Bindegewebe. Doch anders als die vielzitierte Metapher von der »Laufmasche« haben die Faszien die Fähigkeit zur Restrukturierung. PhysiotherapeutInnen können mit Parietalen Faszientechniken die geeigneten Impulse zur Wiedereingliederung der belasteten Fasziensegmente in das Haltungs- und Bewegungssystem ihrer Patienten bewirken. Einschränkungen lösen sich - innere und äußere Räume tun sich auf - Trennungen werden aufgehoben - der freie Fluss der Bewegung kann wieder in Gang kommen. Wo sich im eingeschränkten Zustand - nach dem Naturgesetz: Form folgt der Funktion - schmerzhafte Verspannung oder Arthrose entwickelt, kann durch die parietalen osteopathischen Faszientechniken das heilsame Gegenteil wirken: gesunde Funktion folgt der Wiederherstellung einer anpassungsfähigen und belastbaren Form - Bewegungsabläufe werden wieder geschmeidig und flüssig, Kapseln und Ligamente wieder frei.

Über geeignete Écoute-Techniken, also durch das Einspüren in die Spannungsvektoren der verschiedenen faszialen Gurtungsbahnen wird die systemische Vernetzung dieser Belastungssituation als Ganzes angegangen - und das so sanft und effizient wie möglich.

Funktionelle Osteopathie findet über das Erforschen der Ursache des Problems gleichzeitig den Pfad zur Quelle der Lösung.

Aufgabe dieser Kursreihe ist, Ihnen die klinisch wirksamsten und nachhaltigsten osteopathischen Techniken für das Bindegewebe des Bewegungsapparats zu vermitteln.

Inhalte aller vier Kurse:

- Fasziale Anatomie und Physiologie, Differenzialdiagnose der faszialen und artikulären Dysfunktionen
- Kombination von indirekten und direkten Techniken, Somatische Dysfunktionen, osteopathische Diagnostik
- Lösung über Positionierung, Soft-Tissue-Techniken, Umgang mit faszialen Distorsionen
- Parietale Faszientechniken für das Gesamtspektrum orthopädischer Indikationen
- Écoute-Techniken in Diagnose und Behandlung, Positional Release/Myofascial Release
- Anschauliche Funktionelle Anatomie des Bewegungsapparats
- Entwicklung von Zielsicherheit in der Lokalisation der zu therapierenden Strukturen

Inhaltliche Schwerpunkte der einzelnen Kurse:

PFN - Parietale Faszientechniken: Netzstruktur und Gurtungsbahnen

- Aufbau des Fasziennetzes, Tensegrität als Bauprinzip
- Kompensationskettenanalyse
- Spannungszüge durch den Körper verfolgen: sinnvolle Behandlungskombinationen erstellen
- Strukturelle Fasziengurtungen und propriozeptive Spannungssteuerung
- Regionale Anatomie der Septen und Kompartments
- Sehnenentzündungen, Verletzungen, Bursitiden: Myofasziale Spannungssyndrome

PFG - Parietale Fasziale Gelenktechniken

- Ligamentär-kapsulärer Halt, Fasziale Gelenkschnürung
- Sutherland-Techniken für alle großen Gelenke (Sprunggelenk, Knie, Hüfte, ISG, Schulter)
- Topografischer Schwerpunkt: LWS- und Sacrum
- Distorsionen: Strukturelle Behandlung von Insertionen und Faszialen Knotenpunkten
- Deep-Tissue-Techniken, Indirekt Aktive Still-Techniken (Sacro-Iliacale-Dysfunktion)
- Funktionelle Behandlung der intervertebralen Gelenke
- Fasziale Behandlungsansätze für akute und chronische Gelenkleiden (Fasciopathie, Arthritis, Arthrose)

PFU - Positionierung und Fasziales Unwinding

- Haltung und Verhalten: Umgang mit dynamischen Vektoren und Faszialen Ebenen
- Ganz-Körper-Diagnostik über Scanning und Screening / Untersuchungsgang über Anwendung der Kompensations-Muster nach Gordon Zink
- Still-Techniken (Indirekt-Aktive Techniken) für Halswirbelsäule und die Kopfgelenke
-Funktionelle Techniken für tiefe Spannungssyndrome: Diaphragma und Thorakolumbalfaszie (Skoliose)
- Balancierte Ligamentäre Spannung des Beckens: Tensegrity-Techniken für Psoas, Beckenboden, Adduktoren
- Fasziales Unwinding der Kernstabilisatoren
PFS - Strain/Counterstrain
- Positionierung als Behandlungsprinzip / Positional Release / Fazilitiertes Unwinding
- Spektrum klassischer Jones-Techniken zur Vermittlung des Therapieprinzips,
- Lokalisation der Tenderpoints, Feintuning der Positionierung, Modifizierung der klassischen Herangehensweise nach individuellen oder indikationsspezifischen Erfordernissen
- Topografischer Schwerpunkt: BWS- und parietaler Thorax
- Johnston-Screen: Diagnostische Wege zur Zone der größten Restriktion
- Vergleichende Anwendung der unterschiedlichen indirekten osteopathischen Vorgehensweisen

Die Absolvierung der kompletten cura-Fortbildungsserie in Parietaler Osteopathie wird den Teilnehmern abschließend als Fortbildung in PARIETALER OSTEOPATHIE bescheinigt und zusätzlich als einer der drei Anteile (cranial/viszeral/parietal) der Gesamtweiterbildung FUNKTIONELLE OSTEOPATHIE bzw. im Zusammenhang mit der Lizenzerteilung F.O. ® und Osteopath F.O. ® angerechnet.





Datum
14.06.2018
Uhrzeit
13:30 - 18:30 Uhr
Ort
Stiftswaldstr. 60, AGF Akademie für Gesundheitsfachberufe Pfalz AG Kaiserslautern
Datum
15.06.2018
Uhrzeit
09:00 - 18:30 Uhr
Ort
Stiftswaldstr. 60, AGF Akademie für Gesundheitsfachberufe Pfalz AG Kaiserslautern
Datum
16.06.2018
Uhrzeit
09:00 - 18:30 Uhr
Ort
Stiftswaldstr. 60, AGF Akademie für Gesundheitsfachberufe Pfalz AG Kaiserslautern
Datum
17.06.2018
Uhrzeit
09:00 - 13:30 Uhr
Ort
Stiftswaldstr. 60, AGF Akademie für Gesundheitsfachberufe Pfalz AG Kaiserslautern


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